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Madrid Radio

Spanien ist in den vergangenen Jahren in die schwerste Krise seit Ende der Franco Diktatur geraten. Die Regierung hat Reformen eingeleitet, unter denen die Spanier stöhnen, die aber manchen Experten noch nicht weit genug gehen. Immerhin: der rasante Absturz scheint gebremst, die Wirtschaft soll bald wieder wachsen.

Bis Spanien die Krise wirklich überwunden hat, kann es trotzdem noch Jahre dauern. Das grundlegende Problem des Landes, die allgegenwärtige Korruption, wird zwar vielfach beklagt, aber nicht wirkungsvoll bekämpft. Auch ein Grund, warum die Politikverdrossenheit in Spanien ein beklagenswertes Ausmaß angenommen hat.

In Portugal leiden die Menschen noch weit stärker unter der Konsolidierungspolitik, als beim großen Nachbarn. Staatliche Leistungen werden seit Jahren radikal gekürzt, dafür hat die Regierung die Einkommensteuer 2013 im Schnitt um 30% angehoben.

Streiks und Demonstrationen sind fast schon an der Tagesordnung – doch echte Massendemonstrationen von mehreren hunderttausend Menschen gab es zuletzt 2011. Der überwiegende Teil der Portugiesen klagt zwar, schaut sonst aber in erster Linie, wie er über die Runden kommt. „Das ist halt unsere Fado-Kultur“ sagen manche.

Zwei Inseln der Glückseligkeit scheinen dagegen Andorra und Gibraltar: das Fürstentum in den Pyrenäen und die Commonwealth-Exklave an der Meerenge. Beide werden von steilen Bergen dominiert – und ihr besonderer Status bietet ihnen so manchen Wettbewerbsvorteil. Ganz unabhängig davon sind beide Zwergterritorien aber auch einfach lohnende Reiseziele.

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