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Prag Fernsehen

Vaclav Havel, Karel Gott, Hurvinek und Spejbl. Das ist Tschechien. Berühmte Slowaken aufzählen: unmöglich!? Es gibt sie aber auch: Andy Warhol ist der Sohn einer slowakischen Auswandererfamilie, auch Alexander Dubcek, der Held des Prager Frühlings, kommt von hier. Das Berichtsgebiet hat also Glanz und Glamour zu bieten. Aber es sind nicht die großen Namen, die Tschechien und die Slowakei ausmachen. Es sind die kleinen Geschichten, aus denen ganz große werden können. Und bei denen bislang auch immer die ARD dabei war.

Das Büro wurde schon 1964 eröffnet. Schauen wir auf 1968. Da versuchten Genossen um Alexander Dubcek, dem Sozialismus im Land ein menschliches Antlitz zu geben und wurden mit Panzern der Sowjetunion zur „Vernunft“ gebracht. Oder 1989. Als der Garten der Deutschen Botschaft in Prag vor Flüchtlingen aus der DDR überquoll. Hans-Dietrich Genscher tritt auf den Balkon und sagt: „Ich bin heute gekommen um ihnen mitzuteilen, dass ihre Ausreise…“. Mehr hat leider auch der Tontechniker der ARD damals nicht aufnehmen können, denn der Rest ging im Jubel unter. Nach 1989 verlief die Suche nach Normalität in den deutsch-tschechischen Beziehungen nicht immer einfach. Es gab also viel zu berichten für die ARD. Im Jahr 2008 ist die Normalität sicher da: Von Dresden fährt man ohne den Ausweis zu zeigen bis in die Hohe Tatra. Tschechien und Slowakei sind im Herzen Europas angekommen. Also liegen auch weiter viele interessante Themen links und rechts der neuen Freiheit.

ard-prag@mdr.de

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